Seit 1896 gehört Fechten zur olympischen Disziplin und damit zu den ältesten Sportarten. Seither ist die Sportart bei allen Olympischen Sommerspielen vertreten. Zu diesem Zeitpunkt standen die Wettbewerbe Säbel und Herrenflorett auf dem Programm. Bei der folgenden Olympiade kam der Degen dazu. Damen hatten erst 1928 ihren ersten Auftritt bei den Olympischen Spielen in Amsterdam. 1924 nahmen sie erstmals an der Florett-WM teil. Im Damen-Degen gibt es offizielle Wettkämpfe seit 1989.

Der moderne Fechtsport

Hier wird mit drei Waffen – dem Degen, dem Florett und dem Säbel – gekämpft. Der Damen-Säbel ist seit den Olympischen Spielen in Athen olympisch, jedoch mit Einschränkungen. Es gibt hier eine Sonderregelung, denn das IOC hat bei der Zulassung bei Damen-Säbeln die Anzahl der Wettbewerbe und der Medaillen dafür nicht erhöht. Es werden vor den Olympischen Spielen zehn Kategorien ausgelost.

Grundlagen und Bekleidung

Beim Fechten wird eine Schutzkleidung getragen. Die Kleidung ist immer weiß und aus Baumwolle, Nylon und einem Faserkunststoff gefertigt. Sie besteht aus einer Fechtjacke und einer Schutzweste, einer Fechthose sowie speziellen Handschuhen. Die Gesichtsmaske hat einen Halsschutz und ein feines Stahlgitter zum Schutz des Gesichts.

Florett — Trefferfeld Torso

Das Florett ist eine reine Stichwaffe. Von den drei Waffenarten ist es das leichteste. Insbesondere Anfänger beginnen mit dieser Waffe. Der Name kommt von dem französischen Wort fleur, welches für Blume steht. Es ist nach der Form des Spitzenschutzes benannt, der auf der Spitze der Waffe aufgesetzt ist.

Das Florett wiegt maximal 500 Gramm und ist nicht länger als 110 Zentimeter. Handschutz ist hier eine zwölf Zentimeter große Glocke über dem Griff. Das gültige Trefferfeld ist der Rumpf. Als Treffer gilt, wenn der Gegner mit der Spitze gestoßen oder diese eingedrückt wird.

Degen — Trefferfeld der ganze Körper

Auch das Wort Degen kommt aus dem Französischen (degue) und bedeutet so viel wie langer Dolch. Er ist bedeutend schwerer als das Florett. Daher werden die Kämpfe hier nicht ganz so spritzig ausgetragen. Die Klinge darf nicht länger als 110 Zentimeter sein und das Höchstgewicht beträgt 770 Gramm. Das Trefferfeld ist der ganze Körper. Die Klinge muss mindestens einen Millimeter in den Gegner eingedrückt sein, um als Treffer zu gelten.

Säbel — Trefferfeld oberhalb der Gürtellinie

Der Säbel ist 105 Zentimeter lang und wiegt höchstens 500 Gramm. Daher werden die Kampfhandlungen schneller ausgetragen. Er ist eine Hieb- und Stichwaffe und die leichteste im Wettbewerb. Neben der Glocke schützt außerdem ein Bügel die Hand. Das Trefferfeld ist der gesamte Oberkörper sowie Arme und Kopf. Beim Kampf mit dem Säbel zählen auch seitliche Hiebe als Treffer.

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