Das Fechten gehört neben Ringen und Boxen zu den ältesten Zweikampf-Wettbewerben. Es ging aus dem kriegerischen Fechten mit dem Schwert hervor. Der bewaffnete Kampf von zwei Personen mit Blankwaffen und langen Klingen wird auch heute noch bei Mittelalterspielen praktiziert. Dieses Spektakel lockt viele Zuschauer an. Während sich in der Antike die Männer mit Schlagwaffen duellierten, wurden Zwiste im Mittelalter hauptsächlich mit Degen und Säbel ausgetragen. Und das häufig bis zum letzten Atemzug. Demgegenüber entwickelte sich an den Höfen die Fechtkunst.

Fechten wie in alten Zeiten

In Deutschland gründen immer mehr Mittelalter-Fans Vereine und begeben sich auf die Spuren vergangener Zeiten. Viele davon treten auf Ritterturnieren und Mittelalter-Festen auf. Das nötige Know-how kann in verschiedenen Mittelalter-Fechtschulen erlernt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Fechtkunst des 14. bis 17. Jahrhunderts. Zu den Leistungsanforderungen gehören eine gute Kondition, Schnelligkeit und Tempo. Daneben müssen Mittelalterkämpfer wie früher schnelle Entscheidungen treffen und konsequent auftreten. Außerdem ist ein großes Maß an Disziplin und Willenskraft nötig. Die Kämpfe, speziell mit einer Waffe, erfordern einen strengen Verhaltenskodex. Dieser kann sich auch positiv auf das Leben des Fechters auswirken.

Ritterturniere

Ritterturniere wurden im Mittelalter in der Regel von königlichen oder adligen Familien veranstaltet. Ausgeführt wurden sie jedoch von der Ritterschaft. Die Ritter gehörten dem hohen, aber meistens dem niederen Adel an. Ihre Ausrüstungen bestanden aus Angriffs- und Verteidigungswaffen. Für den Angriff wurden Schwert, Morgenstern und die Lanze eingesetzt. Zur Rüstung gehörten Helm und Schild. Die ritterlichen Kampfspiele erfolgen nach niedergeschriebenen Regeln. Im zwölften Jahrhundert wurden die Turniere auch zur Unterhaltung für das Volk ausgeübt.

Auch die heutigen Turniere, die auf den Mittelalterfesten stattfinden, verwandeln sich in diese Spiele. Dabei sind die Ausrüstung und die Waffen den mittelalterlichen Spielen angepasst. Häufig werden die Ritterspiele an wichtigen historischen Tagen veranstaltet. Die ritterliche Kunst des Fechtens ist ein wertvolles Erbe unserer Vorfahren, Kulturgut und lebendiges Brauchtum.

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